print logo

100.000 verklagen Amazon wegen Werbung

Über 100.000 Prime-Nutzer klagen gegen Amazon wegen nicht überspringbarer Werbung. Verbraucherschützer verlangen eine Rückerstattung der Zusatzkosten.
26.02.25

- Über 100.000 Menschen beteiligen sich an der Sammelklage gegen Amazon
- Amazon führte nicht überspringbare Werbung bei Prime Video ohne Zustimmung ein
- Verbraucherschützer fordern Entschädigung für die Werbefrei-Option von 2,99 €

Über 100.000 Menschen beteiligen sich an einer Sammelklage gegen Amazon. Der Grund: Das Unternehmen änderte die Bedingungen für Prime Video und führte nicht überspringbare Werbung ein – ohne vorherige Zustimmung der Abonnenten, berichtet Golem. Die Verbraucherzentrale Sachsen sieht hierin einen klaren Rechtsverstoß und vertritt die Ansicht, dass Vertragsänderungen nur mit explizitem Einverständnis der Kunden erfolgen dürfen.


Zusätzlich entfernte Amazon zwei Funktionen von Prime Video, ohne darüber zu informieren. Wer weiterhin werbefrei streamen wollte, musste ein Zusatzabo für 2,99 Euro pro Monat abschließen. Die Verbraucherschützer fordern nun eine Rückerstattung dieser Zusatzkosten für alle Abonnenten – unabhängig davon, ob sie die Werbefrei-Option gebucht haben oder nicht.


In einem ähnlichen Fall erklärte das Landgericht Düsseldorf eine frühere Prime-Preiserhöhung für unzulässig, da Kunden solchen Änderungen ausdrücklich zustimmen müssen. Die Verbraucherzentrale ruft daher alle Prime-Abonnenten auf, sich der Klage anzuschließen. Bei Erfolg könnten betroffene Nutzer finanziell entschädigt werden. Die Anmeldung ist kostenlos beim Bundesamt für Justiz möglich.