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Agenturen kritisieren hohe TV-Preise

TV-Werbung wird teurer, Reichweiten sinken – Vermarkter betonen Effektivität und fordern neue Messmethoden sowie flexiblere Preise.
26.02.25

- TV-Werbungspreise steigen trotz sinkender Reichweiten kontinuierlich an
- Vermarkter betonen TV als unverzichtbares Medium für schnellen Reichweitenaufbau
- Agenturen bemängeln Entkopplung von Preissteigerungen und Leistungsentwicklung

Die steigenden Kosten für TV-Werbung sorgen in der Branche für Diskussionen. Während Werbetreibende und Agenturen die höheren Preise kritisieren, argumentieren TV-Vermarkter mit der anhaltenden Werbewirkung des Mediums. Trotz sinkender Zuschauerzahlen im linearen Fernsehen bleibe TV eine effektive Möglichkeit, große Reichweiten schnell zu generieren, berichtet DWDL.de. Dennoch suchen Unternehmen vermehrt nach Alternativen, um ihr Werbebudget effizienter einzusetzen.

Ein zentrales Problem ist die sogenannte Mediainflation: Die Kosten für Werbeplätze steigen, während die erzielten Zuschauerzahlen abnehmen. Für viele Werbekunden bedeutet das höhere Ausgaben, um die gleiche Werbewirkung wie in der Vergangenheit zu erzielen. Besonders kleinere Unternehmen könnten dadurch verstärkt auf digitale Kanäle wie Social Media oder Streaming-Plattformen ausweichen. TV-Vermarkter betonen jedoch, dass Fernsehen nach wie vor ein konkurrenzfähiges Medium sei und im Vergleich zu Streaming-Anbietern günstigere TKP-Werte (Tausend-Kontakt-Preise) biete.

Um den Wert von TV-Werbung zu erhalten, setzen Vermarkter auf neue Messmethoden und eine stärkere Verzahnung mit digitalen Angeboten. Statt nur lineare Zuschauerzahlen zu betrachten, wird vorgeschlagen, On-Demand-Nutzung in die Bewertung einfließen zu lassen. Zudem sollen innovative Buchungsmodelle und eine flexiblere Preisgestaltung die Attraktivität von TV-Werbung steigern. Trotz aller Herausforderungen bleibt TV für viele große Werbetreibende ein essenzieller Bestandteil im Marketingmix.