E-Mail-Marketing 2025: 10 wichtige Strategien für B2B
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E-Mail-Marketing ist nach wie vor einer der beliebtesten und effektivsten Marketingkanäle: Seit Jahren bleibt die Anzahl der Unternehmen in der DACH-Region, die E-Mail-Marketing einsetzen, mit 99 Prozent anhaltend konstant – sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich (Quelle: Statista 2024). Technologischer Fortschritt und neue strategische Ansätze innerhalb dieser Marketingdisziplin sorgen dafür, dass der Kanal sich stetig weiterentwickelt. Welche Entwicklungen B2B-Marketingexperten 2025 besonders im Blick behalten sollten, zeigen die folgenden zehn Trends im E-Mail-Marketing.
Trend #1: Digitale Barrierefreiheit – mehr als nur Pflicht 2025
Vorrangig sind Anbieter digitaler Produkte und Dienstleistungen für Konsumenten durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet, ihre Websites und E-Mails bis Sommer 2025 barrierefrei zu gestalten. Zu den Anforderungen gehören klare und intuitive Strukturen, gut lesbare Schriftarten, verständliche Formulierungen sowie Alternativtexte für Bilder und Grafiken. Unternehmen – auch im B2B – profitieren davon, digitale Barrierefreiheit zu gewährleisten: Damit stellen sie sicher, dass Menschen mit unterschiedlichen, womöglich auch nur temporären, Einschränkungen die Inhalte problemlos konsumieren können.
Trend #2: Interdisziplinäre Verzahnung des E-Mail-Marketings
Laut den Digital Marketing Benchmarks 2024 des DDV Deutscher Dialogmarketing Verband e. V. betreiben mittlerweile mehr als zwei Drittel der Unternehmen ein Multichannel-Marketing. Das heißt, E-Mail-Marketing muss zunehmend Hand in Hand mit anderen Disziplinen wie Content-Marketing, Social Media Marketing, Service und Vertrieb agieren. Ziel ist es, Kunden entlang ihrer gesamten Journey gezielt anzusprechen und einen konsistenten Kommunikationsfluss zu schaffen. Durch die enge Verzahnung der Kanäle entsteht eine nahtlose, effektive Ansprache, die die Kundenbindung stärkt und das Unternehmen als zuverlässigen Partner positioniert.
Trend #3: Account-based E-Mail-Marketing erobert B2B-Sektor
Account-Based-Marketing (ABM)-Strategien ermöglichen es B2B-Unternehmen, gezielt E-Mails an Entscheider in spezifischen Unternehmen zu senden. Dank präziser Ansprache, basierend auf E-Mail-Adressen und Firmen-Domains, erhalten Empfänger maßgeschneiderte Botschaften, die zur Kontaktaufnahme führen. ABM steigert die Kampagneneffizienz, indem es statt Massenmails individuelle, personalisierte Inhalte liefert – unterstützt durch CRM-Daten für noch gezieltere Ansprache.
Trend #4: KI-Content: schneller und präziser
Mit KI-Tools wie ChatGPT & Co. lassen sich Inhalte so schnell wie nie zuvor erstellen, anpassen und optimieren. Wer Marketing-Inhalte in mehreren Sprachen produziert, kann KI nutzen, um schnelle Übersetzungen zu generieren oder Texte lokal anzupassen. Auch A/B-Test-Varianten für Betreffzeilen oder Preheader kann KI erzeugen, um noch bessere Klick- und Öffnungsraten zu erzielen. Es lassen sich sogar ganze Newsletter mithilfe moderner AI Content Frameworks im Handumdrehen, nur anhand eines Schlagwortes oder Themas, erstellen. Denn alle Informationen zu Brand Voice, Zielgruppe und Kontext sind bereits im Framework integriert.
Trend #5: Hyperpersonalisierung ist Trumpf
Mithilfe der Daten, die Adressaten beim Registrieren und Präferenzieren angeben, und weiterer Informationen – etwa anhand ihres Klick- und Leseverhaltens sowie aus der Kontakt- oder Bestellhistorie – lassen sich E-Mails so individualisieren, dass sie präzise auf die Bedürfnisse der Empfänger abgestimmt sind. So kann beispielsweise ein Industrieanbieter die Kaufhistorie eines Kunden zum Anlass nehmen, um gezielt Nachbestellungen oder passende Zubehörprodukte zu empfehlen. Aber die Inhalte, die dieser Kunde im Newsletter klickt, eignen sich herauszufinden, womit er sich beschäftigt, und ihm daraufhin passende Services oder Produkte anzubieten.
Trend #6: Vertrauensvoller Umgang mit Daten ist unverzichtbar
Voraussetzung für hyperpersonalisiertes E-Mail-Marketing ist ein transparenter Umgang mit sensiblen Daten des Kunden. Nur so kann ein Anbieter Vertrauen aufbauen und gleichzeitig alle rechtlichen Anforderungen erfüllen. B2B-Unternehmen sollten ihren Empfängern zum einen detaillierte Informationen darüber liefern, wie sie deren Daten erheben und verarbeiten. Zum anderen ist rechtlich verpflichtend, Interessenten eine einfache Anpassung von Präferenzen sowie eine unkomplizierte Abmeldung zu ermöglichen. Auf diese Weise wird nicht nur die DSGVO eingehalten, sondern auch die Kundenbindung gestärkt.
Trend #7: Technische Compliance als Erfolgsfaktor
Ohne technische Compliance landen selbst die relevantesten E-Mails im Spam-Ordner – oder noch schlimmer: Sie erreichen die Empfänger erst gar nicht. Unternehmen sollten daher auf aktive DMARC-Einträge sowie SPF- und DKIM-Authentifizierungen acht3en, um ihre Absender-Reputation zu stärken und die Zustellbarkeit zu gewährleisten. Das steigert die Kundenzufriedenheit, reduziert die Bounce-Rate und verbessert nachhaltig die Absenderreputation. Dazu tragen auch Zertifizierungen wie etwa über die Certified Senders Alliance (CSA) bei.
Trend #8: Interaktive Inhalte für mehr Engagement
Ein im B2C schon weit verbreiteter und auch im B2B zunehmend wichtiger E-Mail-Marketing-Trend: Interaktive Elemente wie klickbare Schaltflächen, Videos oder Umfragen steigern das Engagement und die Klickrate. Sie fördern nicht nur die Interaktion, sondern liefern auch wertvolle Daten über die Interessen der Empfänger. So lassen sich gezielt Segmentierungen vornehmen und personalisierte Inhalte bieten. Diese Inhalte erhöhen die Weiterleitungsrate und helfen Unternehmen, sich von der Masse abzuheben und im Gedächtnis zu bleiben.
Trend #9: Intelligentes Templating vereinfacht Prozesse
Vorlagen können Marketer 2025 immer einfacher erstellen und gleichzeitig flexibler nutzen. Mit einem intelligenten Design-System sind sie in der Lage, ihre Templates zentral zu verwalten sowie stets konsistent und markenkonform zu halten. Nutzt ein Unternehmen zum Beispiel einen E-Mail-Designer, kann es Vorlagen für unterschiedliche Kampagnen erstellen – sei es für Newsletter, Event-Einladungen oder Service-Benachrichtigungen. Diese Vorlagen enthalten standardisierte Module wie Header, Footer, Artikelbereiche und Call-to-Actions, die sich einfach befüllen, anpassen oder sogar dynamisch personalisieren lassen.
Trend #10: Hyperautomatisierte und hocheffiziente Kampagnen
Moderne Marketing-Automation-Tools optimieren die Effizienz komplexer Kampagnen. Während sich Vertriebsteams auf hochwertige Leads konzentrieren, übernimmt ein automatisierter Nurture-Workflow die Betreuung neuer Leads – vom ersten Kontakt bis hin zu personalisierten Angeboten. So gewinnen Teams Zeit, während das Unternehmen die Relevanz und Effektivität seiner Kampagnen steigert.
Fazit: Die Trends nicht nur beobachten, sondern umsetzen
E-Mail-Marketing ist weit mehr als der Versand von Nachrichten – es ist eine strategische Disziplin, die technologische Innovation, datengetriebene Insights und personalisierte Kommunikation vereint. Dabei ist es entscheidend, die Trends nicht nur zu verfolgen, sondern sie in diesem Jahr direkt in die Praxis zu überführen. Wer 2025 auf digitale Barrierefreiheit, integrierte Ansätze, technische Perfektion und moderne Automatisierung setzt, sichert sich nicht nur den Zugang zum Posteingang der Zielgruppe, sondern auch deren Vertrauen und Loyalität.